Die Bepflanzung gehört zu den dynamischen Elementen eines Gartens. Sie ist stetigen Änderungen unterworfen und benötigt dauerhafte Pflege. Mit der Erstellung des Gartenentwurfs wurde lediglich festgelegt, wo sich z.B. Rasenflächen, Stauden- und Kräuterbeete oder ein Hausbaum befindet. Zur eigentlichen Bepflanzung gehört ein detaillierter Plan oder eine Pflanzenaufstellung, wobei Farben, Kulturbedürfnisse und Pflanzenbestände berücksichtigt werden müssen.

Zunächst erstellt man ein Grundgerüst aus den größeren und ausdauernden Pflanzen wie Bäume und Sträucher. Die Anzahl hängt von der Größe und dem Bestand des Grundstücks ab.

Wichtig ist hierbei, die Abstände zu den Grundstücksgrenzen und den Pflanzen zu gewährleisten.

Dann arbeiten Sie sich Schritt für Schritt bis hin zu den kleinsten Pflanzen vor. Die Farben und Blütezeit sollten stets im Gedächtnis behalten werden, da diese Elemente die Atmosphäre des Gartens erheblich beeinflussen. Hat man die Pflanzenaufstellung mit den jeweiligen Eigenschaften und Funktionen angefertigt, geht es an den praktischen Teil der Arbeit. Die Beete müssen nach ihrer Größe abgesteckt, anschließend umgegraben, gefräst und planiert werden.

Nun geht man genauso vor wie bei der Planung. Zunächst werden Bäume und Sträucher gepflanzt und mit Wasser und Dünger versorgt. Jede Pflanze hat ein "Gesicht", nach dem sie ausgerichtet werden sollte. Wenn alle Gehölze gepflanzt sind, wird der Boden noch einmal plantiert. Nun verteilt man alle Solitärstauden wie z.B. Pfingstrosen, Funkien, Chinaschilf, gefolgt von Leitstauden wie Margeriten und Glockenblumen bis hin zu den bodenbedeckenden Stauden, die eine besondere Erleichterung der Gartenpflege darstellen. Als Beispiel sei hier das Immergrünchen oder Dickmännchen genannt. Diese Bodendecker werden in sogenannten Kolonien oder Gruppe bis zu 8-12 Stück pro qm, die in zwei- oder dreifacher Folge vertreten sein sollten, gepflanzt.

Schön sehen immergrüne Gräser wie die "Japan-Segge" zu Blattstauden wie z.B. Funkien aus oder die "starren" Blüten der Glockenblumen zur "weichen" Blüten-Fülle des Frauenmantels. Denn neben der Blütezeit und -farbe sind auch Struktur und Formen entscheidend.

Wenn alles gepflanzt und angewachsen ist, hilft das Abdecken der Flächen mit Rindenmulch bei der ersten Unkrautbeseitigung, bis alles "zugewachsen" ist. Nach ca. 2-5 Jahren heißt es dann, zu teilen und zu trennen, damit nicht nur die Stärksten sich durchsetzen und Schwächere verdrängt werden.

Und somit ändert sich das Bild Jahr für Jahr, was die Bepflanzung nie langweilig macht.